Eine Blockflöte und zwei andere Instrumente oder zwei Blockflöten und ein anderes Instrument - eine kleine Besetzung mit ungezählten unterschiedlichen Möglichkeiten. Beispielhaft stellen wir hier Stücke aus verschiedenen Jahrhunderten vor, die original für gemischte Besetzung mit Blockflöte geschrieben wurden.
Zur Zeit van Eycks in Amsterdam gedruckt wurde dieses Fantasie für zwei Blockflöten und Generalbass geschrieben. In der Aufnahme wird einmal eine unsignierte Sopranblockflöte aus der zweiten Hälfte des 17.Jh. verwendet, die zweite Flöte ist eine Kopie davon und ermöglicht den direkten Vergleich. Im Unterschied dazu wird auch eine Fassung gespielt mit heute weiterverbreiteten hochbarocken Blockflöten, die aber erst etwa 100 Jahre nach Entstehung der Fantasie entwickelt wurden.
Die Canzon von Riccio wird mit drei verschiedenen Instrumententypen vorgestellt:
Einmal auf zwei Blockflöten in g, eine ein davon ein anonymes einteiliges Instrument aus Italien aus dem 16. oder 17. Jh., die andere ein Nachbau von Friedrich van Huene. Die zweite Kombination sind zwei Sopranblockflöten in c, einmal von Frederick Morgan, einmal ein Kynsecker-Nachbau von Herbert Paetzold. Die dritte Kombination sind zwei Altblockflöten in f, wiederum Nachbauten nach Kynsecker von Paetzold.
Die Canzon von 1620 für „flautin e fagotto“ ist eine der wenigen Triostücke des 17. Jahrhunderts, die im Titel explizit die Blockflöte nennen. Interessant ist der Unterschied der Klangfarben, wenn einmal mit einer G-Flöte, mit einer F-Altflöte oder mit einer Sopranblockflöte gespielt wird.
Im letzten Teil wird für Blockflöte und Bass-Dulcian „Tremolo“ gefordert – gemeint ist damit ein rhythmisiertes Atemvibrato, vergleichbar dem Bogenvibrato bei Streichinstrumenten und den Tremolanten bei der Orgel
Manfredo Zimmermann skizziert die Entwicklung der barocken Triosonate von der Entstehung im 17. Jahrhundert bis zur hochbarocken Sonate und erläutert das mit Beispielen von Händel, Sammartini und Telemann.
Vorgestellt wird aus dem Notturno op. 25 der dritte Satz Adagio für Csakan, Viola und Gitarre. Nicht jeder hat jedoch einen Csakan zur originalgetreuen Wiedergabe, so werden fünf weitere Möglichkeiten vorgestellt, wie diese Musik mit modernem Instrumentarium aufgeführt werden kann.
Mit heutigem Instrumentarium ist das andante sostenuto schwierig zu spielen – da im 1821 komponierten Original zwei As-Blockflöten und Gitarre verlangt werden. Denoch lohnt sich eine Aufführung, zwei Möglichkeiten zur Besetzung werden vorgestellt, .
Dieses 1815 von Maximilian Joseph Leidesdorf komponierte „Largo et Rondo“ wird sehr selten gespielt: Im Original wird ein Csakan in as sowie zwei ebenfall in as gebaute, aber eine Oktave tiefer klingende, Flauti d´amore gefordert.
Zum Vergleich wird das Trio auch mit zwei modernen G-Altquerflöten und einer G-Altblockflöten sowie mit zwei Querflöten in c und einer Sopranblockflöte in c gespielt.
Mit einer guten Portion Humor komponierte kein Geringerer als Richard Strauss 1883 eine kurze Fantasie über das bekannte Thema "Nel cor piu non mi sento" von Giovanni Paisiello. Das Zusammenspiel von Blockflöte, Fagott und Gitarre wird hier vorgestellt.
Sie wieder Tipps zur Aufführung mit modernen InstrumenteDie Pastorale von Armin Knab ist in den 1930er für zwei verschiedene Besetzungen erschienen: für zwei Blockflöten und Gitarre oder mit Renaissancelaute. Vorgestellt wird das Stück in originaler Klangfarbe und mit heutigem Instrumentarium.
Der Londoner Komponist Herbert Murill schrieb 1950 für die damals achtjährigen Töchter Carl Dolmetschs das Stück „Piece for my friends“. Gespielt wird das Stück, welches in den Bereich der Einsteiger-Literatur fällt, einmal auf zwei Altblockflöten, einmal auf zwei Sopranblockflöten, alle aus der Blockflötenbauwerkstatt Dolmetsch.
Zum Einsatz kommen bei diesem Stück aus der späteren Postromantik ganz unterschiedliche Blockflöten, u.a. d-Flöten, eine Altflöte mit Echoklappe sowie eine Altflöte mit Fisklappe, aber auch mit heutigen barocken Altflöten
Die fünf Sätze in diesem Trio sind alle in ganz unterschiedlicher Manier, unterschiedlichen Anforderungen an die drei Instrumente. Elegische Klänge, fröhliches Geplauder, nachdenkliche Ernsthaftigkeit, entspannte Träumerei und eine Variation über eine sehr bekannte barocke Triosonate für diese Besetzung laden zum gemeinsamen musizieren ein.
Adolf Kern, ein schwäbischer Komponist, komponierte das Trio c-moll als Klaviertrio in Sonatenform – allerdings nicht, wie meist üblich mit Violine, Violoncello und Klavier, sondern mit Blockflöte, Cello und Klavier. Hier stellen wir dieses Werk in Auszügen vor.
Das vorgestellte dritte Capricci zeigt rhythmische Feinheiten und Elemente, wie sie vielleicht auch in der ungarischen und slawischen Volksmusik zu finden sind.
1984 schrieb Helmut Bornefeld 1984 sechs Studien zu Volksliedern mit dem Titel „Tanzlaube“ für Blockflöte, Querflöte und Cembalo. Die Melodien „Im Maien, im Maien, die Vögelein singen“ und „Ach Elslein, liebes Elselein“ lieferten die Vorlagen für die zwei hier vorgestellten Sätze.
Dieses Trio wurde für Michaela Petri komponiert und ist ein echtes Bravourstück für die Blockflöte mit vielen verschiedenen Klangfarben. In verschiedenen Sätzen werden Alt- und Sopranblockflöte eingesetzt, zudem ist die Blockflötistin dadurch gefordert lustige Pfeiftöne zu kreieren oder auch mal mit dem Violoncello, Sopranblockflöte und der eigenen Stimme ein Trio zu spielen.
Alfred Koerppen zählt zu den bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart mit einem sehr umfangreichen Opus. Daher ist es überaus erfreulich, dass er zum einen auch ein Werk für Blockflöte komponiert hat und dann auch noch in einer Besetzung zu der es leider nicht allzu viel Originalliteratur gibt. Blockflöte und Querflöte ergänzen sich auf wundersame Weise perfekt in dieser Komposition, spielen sich gegenseitig die Töne zu,
führen rege Dialoge und zusammen mit dem Klavier entspinnt sich eine klangvolle und mehr als abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung.
Ein Trio welches keine Wünsche offen lässt. Eine wunderschöne Melodie liegt der Komposition zugrunde welche immer wieder erklingt und in den verschiedenen Teilen des Werkes verwoben ist. Sopran, Tenor und Altblockflöte erklingen zusammen mit Querflöte, Altquerflöte und Klavier. Es entstehen vielfältige und wundervolle Klangfarben, die Spielen dieser Komposition zu einer großen Freude machen, ebenso wie das Zuhören.
Eine Blockflöte und zwei andere Instrumente oder zwei Blockflöten und ein anderes Instrument - eine kleine Besetzung mit ungezählten unterschiedlichen Möglichkeiten. Beispielhaft stellen wir hier Stücke aus verschiedenen Jahrhunderten vor, die original für gemischte Besetzung mit Blockflöte geschrieben wurden.
Zur Zeit van Eycks in Amsterdam gedruckt wurde dieses Fantasie für zwei Blockflöten und Generalbass geschrieben. In der Aufnahme wird einmal eine unsignierte Sopranblockflöte aus der zweiten Hälfte des 17.Jh. verwendet, die zweite Flöte ist eine Kopie davon und ermöglicht den direkten Vergleich. Im Unterschied dazu wird auch eine Fassung gespielt mit heute weiterverbreiteten hochbarocken Blockflöten, die aber erst etwa 100 Jahre nach Entstehung der Fantasie entwickelt wurden.
Die Canzon von Riccio wird mit drei verschiedenen Instrumententypen vorgestellt:
Einmal auf zwei Blockflöten in g, eine ein davon ein anonymes einteiliges Instrument aus Italien aus dem 16. oder 17. Jh., die andere ein Nachbau von Friedrich van Huene. Die zweite Kombination sind zwei Sopranblockflöten in c, einmal von Frederick Morgan, einmal ein Kynsecker-Nachbau von Herbert Paetzold. Die dritte Kombination sind zwei Altblockflöten in f, wiederum Nachbauten nach Kynsecker von Paetzold.
Die Canzon von 1620 für „flautin e fagotto“ ist eine der wenigen Triostücke des 17. Jahrhunderts, die im Titel explizit die Blockflöte nennen. Interessant ist der Unterschied der Klangfarben, wenn einmal mit einer G-Flöte, mit einer F-Altflöte oder mit einer Sopranblockflöte gespielt wird.
Im letzten Teil wird für Blockflöte und Bass-Dulcian „Tremolo“ gefordert – gemeint ist damit ein rhythmisiertes Atemvibrato, vergleichbar dem Bogenvibrato bei Streichinstrumenten und den Tremolanten bei der Orgel
Manfredo Zimmermann skizziert die Entwicklung der barocken Triosonate von der Entstehung im 17. Jahrhundert bis zur hochbarocken Sonate und erläutert das mit Beispielen von Händel, Sammartini und Telemann.
Vorgestellt wird aus dem Notturno op. 25 der dritte Satz Adagio für Csakan, Viola und Gitarre. Nicht jeder hat jedoch einen Csakan zur originalgetreuen Wiedergabe, so werden fünf weitere Möglichkeiten vorgestellt, wie diese Musik mit modernem Instrumentarium aufgeführt werden kann.
Mit heutigem Instrumentarium ist das andante sostenuto schwierig zu spielen – da im 1821 komponierten Original zwei As-Blockflöten und Gitarre verlangt werden. Denoch lohnt sich eine Aufführung, zwei Möglichkeiten zur Besetzung werden vorgestellt, .
Dieses 1815 von Maximilian Joseph Leidesdorf komponierte „Largo et Rondo“ wird sehr selten gespielt: Im Original wird ein Csakan in as sowie zwei ebenfall in as gebaute, aber eine Oktave tiefer klingende, Flauti d´amore gefordert.
Zum Vergleich wird das Trio auch mit zwei modernen G-Altquerflöten und einer G-Altblockflöten sowie mit zwei Querflöten in c und einer Sopranblockflöte in c gespielt.
Mit einer guten Portion Humor komponierte kein Geringerer als Richard Strauss 1883 eine kurze Fantasie über das bekannte Thema "Nel cor piu non mi sento" von Giovanni Paisiello. Das Zusammenspiel von Blockflöte, Fagott und Gitarre wird hier vorgestellt.
Sie wieder Tipps zur Aufführung mit modernen InstrumenteDie Pastorale von Armin Knab ist in den 1930er für zwei verschiedene Besetzungen erschienen: für zwei Blockflöten und Gitarre oder mit Renaissancelaute. Vorgestellt wird das Stück in originaler Klangfarbe und mit heutigem Instrumentarium.
Der Londoner Komponist Herbert Murill schrieb 1950 für die damals achtjährigen Töchter Carl Dolmetschs das Stück „Piece for my friends“. Gespielt wird das Stück, welches in den Bereich der Einsteiger-Literatur fällt, einmal auf zwei Altblockflöten, einmal auf zwei Sopranblockflöten, alle aus der Blockflötenbauwerkstatt Dolmetsch.
Zum Einsatz kommen bei diesem Stück aus der späteren Postromantik ganz unterschiedliche Blockflöten, u.a. d-Flöten, eine Altflöte mit Echoklappe sowie eine Altflöte mit Fisklappe, aber auch mit heutigen barocken Altflöten
Die fünf Sätze in diesem Trio sind alle in ganz unterschiedlicher Manier, unterschiedlichen Anforderungen an die drei Instrumente. Elegische Klänge, fröhliches Geplauder, nachdenkliche Ernsthaftigkeit, entspannte Träumerei und eine Variation über eine sehr bekannte barocke Triosonate für diese Besetzung laden zum gemeinsamen musizieren ein.
Adolf Kern, ein schwäbischer Komponist, komponierte das Trio c-moll als Klaviertrio in Sonatenform – allerdings nicht, wie meist üblich mit Violine, Violoncello und Klavier, sondern mit Blockflöte, Cello und Klavier. Hier stellen wir dieses Werk in Auszügen vor.
Das vorgestellte dritte Capricci zeigt rhythmische Feinheiten und Elemente, wie sie vielleicht auch in der ungarischen und slawischen Volksmusik zu finden sind.
1984 schrieb Helmut Bornefeld 1984 sechs Studien zu Volksliedern mit dem Titel „Tanzlaube“ für Blockflöte, Querflöte und Cembalo. Die Melodien „Im Maien, im Maien, die Vögelein singen“ und „Ach Elslein, liebes Elselein“ lieferten die Vorlagen für die zwei hier vorgestellten Sätze.
Dieses Trio wurde für Michaela Petri komponiert und ist ein echtes Bravourstück für die Blockflöte mit vielen verschiedenen Klangfarben. In verschiedenen Sätzen werden Alt- und Sopranblockflöte eingesetzt, zudem ist die Blockflötistin dadurch gefordert lustige Pfeiftöne zu kreieren oder auch mal mit dem Violoncello, Sopranblockflöte und der eigenen Stimme ein Trio zu spielen.
Alfred Koerppen zählt zu den bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart mit einem sehr umfangreichen Opus. Daher ist es überaus erfreulich, dass er zum einen auch ein Werk für Blockflöte komponiert hat und dann auch noch in einer Besetzung zu der es leider nicht allzu viel Originalliteratur gibt. Blockflöte und Querflöte ergänzen sich auf wundersame Weise perfekt in dieser Komposition, spielen sich gegenseitig die Töne zu,
führen rege Dialoge und zusammen mit dem Klavier entspinnt sich eine klangvolle und mehr als abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung.
Ein Trio welches keine Wünsche offen lässt. Eine wunderschöne Melodie liegt der Komposition zugrunde welche immer wieder erklingt und in den verschiedenen Teilen des Werkes verwoben ist. Sopran, Tenor und Altblockflöte erklingen zusammen mit Querflöte, Altquerflöte und Klavier. Es entstehen vielfältige und wundervolle Klangfarben, die Spielen dieser Komposition zu einer großen Freude machen, ebenso wie das Zuhören.